SICHER-
HEIT

«Mit etwas Unbekanntem kann man sich auseinander-setzen und dann geht die Angst weg.»


Ueli Steck,
Extrem-Kletterer

 

MERKMALE SICHERHEIT

  Ueli Steck ist einer der weltbesten Kletterer und Bergsteiger. Er lebt in Ringgenberg bei Interlaken.


WAS BEDEUTET FÜR SIE SICHERHEIT,
UELI STECK?

Kürzlich bestiegen Sie den Mount Everest, den höchsten Berg der Erde, ohne Sauerstoffmaske. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?
Ich kann auf eine sehr langjährige und grosse Erfahrung zurückgreifen. Für den Everest habe ich mein Training speziell auf das Höhenbergsteigen angepasst. Technisch gese­hen ist der Everest sehr einfach, ich musste nichts dazu lernen. Mein Fokus lag auf dem Ausdauertraining. Wir haben uns dabei genau an die Pulsfrequenzen gehalten, die ich schon mehrmals auf 8000 Meter gemessen hatte. Zusätzlich musste ich mein Körpergewicht steigern – mit Muskelmasse.
    


Wie sieht ein Trainingstag bei Ihnen aus?
Der Erfolg liegt in der Abwechslung. Ein Körper gewöhnt sich sehr schnell an einen Reiz, deshalb muss dieser ständig geändert werden. Im Moment trainiere ich gerade Ausdauer. Ich gehe Joggen, Klettern und in den Kraftraum. Im Jahr kommen so zirka 1200 Stunden Training zusammen.

Sie klettern meistens ungesichert. Wie gehen Sie damit um, dass Ihr Leben an zwei Eispickeln hängt?
Dieser Eindruck könnte entstehen, ist aber falsch. Ich klettere meistens gesichert.

Wie gestalten Sie Ihre Vorbereitungen zum Thema Sicherheit?
Ich stelle mir genau vor, was auf mich zukommen könnte. Bereits im Vorfeld kann ich entscheiden, wie ich die eine oder andere
Situation lösen könnte.

Trainieren Sie alleine?
Ja, ich trainiere oft alleine. Beim Klettern bin ich auf einen Partner angewiesen der mich sichert.

Kennen Sie das Gefühl der Angst?
Angst ist wichtig. Angst hat man vor etwas Unbekanntem oder wenn man sich überschätzt und der Situation nicht mehr gewachsen ist. Ich bin ein sehr ängstlicher Mensch, das hindert mich daran, dass ich mich überschätze. Es braucht Wille und Überwindung, sich den Ängsten zu stellen. Mit etwas Unbekanntem kann ich mich auseinander setzen und dann geht die Angst weg.

Wie bereiten Sie sich mental auf grosse Aufgaben vor?
Das ist komplex. Man kann es nicht messen. Ich kontrolliere ständig mein physisches Training. So merke ich, wie fit ich bin. Wenn ich mich fit genug fühle, kommt auch die mentale Kraft. Entscheidend sind auch die Zielsetzungen. Man muss genau wissen, wo man steht und was möglich ist. Enttäuschungen können so verhindert werden. Es gibt immer ein Optimalziel und ein Minimalziel. Nicht jede Expedition gilt mit einem Gipfelerfolg als gelungen. Wichtig ist, was man für sich selber daraus lernt. Letztes Jahr habe ich am Mount Everest auf 8700 Meter umgedreht. Für mich war es ein Erfolg. Ich wusste danach, dass ich in grosser Höhe gut funktioniere, dass ich Situationen immer noch objektiv einschätzen und Entscheidungen treffen kann. Ich wusste danach auch, dass ich die dünne Luft sehr gut vertrage. In diesem Jahr konnte ich das Gelernte dann umsetzen und stand am 18. Mai 2012 auf dem Gipfel. Der Schlüssel zum Erfolg lag darin, dass ich das Mögliche im richtigen Moment umgesetzt habe.

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