ARBEIT

«Andreas Müller investiert seine Zeit in guten Wein. Vielleicht wurde ihm dies
in einer gewissen Weise in die Wiege gelegt.
Sein Traum-
beruf ist es auf
jeden Fall.»


Andreas Müller,
Önologe


Merkmale Arbeit


 

Andreas Müller wurde 1951 geboren und wuchs in Rudolfingen im Zürcher Weinland auf. Seit 1982 ist er Betriebsleiter und Önologe in der Weinkellerei Emil Nüesch AG in Balgach und Vater einer Tochter und eines Sohnes.

was bedeutet für sie arbeit,
andreas müller?

Herr Müller, haben Sie Ihre Berufung gefunden?
Ganz klar ja.

Wie merken Sie, dass Sie täglich Ihrer Berufung nachgehen?
Wenn die Kunden positive Rückmeldung zur Qualität unserer Kelterungen geben.

Was war Ihr Traumberuf als Kind?
Sportlehrer. Das war bereits in der Primarschule. Ich treibe bis heute gerne Sport. Sport im Allgemeinen,Tennis, Ski fahren und Turnen sind noch heute grosse Themen.

Wann haben Sie sich für den Beruf des Önologen entschieden?
Die Beziehung zum Wein wurde mir durch die Familie schon als Kind gegeben, hatten meine Eltern doch einen Rebberg und mein Vater leitete eine Weinkellerei. Der Ent­scheid aber fiel nach Beendigung der Lehre als Getränketechnologe bei VOLG in Winterthur.

   
Was fasziniert Sie besonders an Ihrer Arbeit?
Die Verbindung von Naturprozessen und Technologie. Wein herstellen ist wie Kinder erziehen. Jedes Kind ist anders und jeder Weinjahrgang hat spezielle Eigenschaften. Beides kann man durch «Erziehung» mindestens teilweise beeinflussen.

Wie wichtig ist für Sie das Gefühl, gebraucht zu werden?
Ich möchte gute Arbeit leisten und zu einem guten Arbeitsklima beitragen. Ob ich «gebraucht» werde ist sekundär.

Wie meinen Sie das, dass es sekundär ist? Ohne Sie gibt es keinen Wein, oder?
Jedermann ist ersetzbar, das Ziel ist es, dass man nicht ersetzt wird, sondern dass ein potenzieller Nachfolger auf der geleisteten Arbeit aufbauen kann. 

Welche beruflichen Träume möchten Sie noch verwirklichen?
Vor Abschluss meiner Berufstätigkeit einen Jahrhundertwein keltern zu können. 

Wie merken Sie, dass Sie diesen Traum verwirklicht haben? Was sind die Merkmale eines Jahrhundertweins?
Die Anzeichen zeigen sich bei der Einkellerung der Trauben. Bei optimaler Reife sind die Voraussetzungen für einen Spitzenwein gegeben oder eben nicht. Ob es dann den «Jahrhundertwein» ergibt zeigt sich erst zwei bis drei Jahre nach dem Reifeprozess des Weines. 

Wie wichtig ist in Ihrem Beruf Erfahrung?
Sehr wichtig. Die Erfahrung des Önologen hilft vor allem, Fehlentwicklungen zu erkennen und zu korrigieren – wir sind wieder beim Kinder erziehen (lacht). Die Beurteilung der Traubenqualität und darauf basierend die anzuwen­denden Keltermethoden erfordern
jahrelange Erfahrung.

Können Sie den Prozess der Weinproduktion in Ihr Leben ummünzen?
Das ist eine schwierige und philosophische Frage. Ich denke aber nicht, dass die Arbeit der Weinbereitung meinen Charakter beeinflusst.Und umgekehrt?

Welche persönliche Eigenschaft von Ihnen finden Sie im Wein wieder?
Die Vielschichtigkeit meiner Interessen spiegelt sich in den verschiedenen Weintypen, die ich keltern darf. 

Was bedeutet für Sie persönlich «Arbeit»?
Eine Tätigkeit mit Freude auszuführen und immer wieder neue Herausforderungen anzugehen.

Also die pure Freude?
Natürlich ist es nicht immer ein «Honig schlecken». Wenn Hagelwetter über die Rebberge zieht oder wenn Krankheiten die Reben beeinträchtigen und dann die «Problemweine» im Keller liegen, schlafe ich weniger gut.

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