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«Wörter wie «Social Media» oder «Social WeB» sind heute in aller Munde. Wie haben virtuelle Welten unser Leben Verändert? Was kommt noch auf uns zu?»


Jörg Eugster,
Internet-Pionier

 

Merkmale VERNETZUNG

 

Jörg Eugster ist Unternehmensberater für E-Business-Strategien und Onlinemarketing-Experte. Er betreibt mehrere Portale im Tourismusumfeld und ist Gründer des Onlinemarketing-Wikis.

was bedeutet ihnen eine persönliche begegnung,
jörg eugster?

Können Sie uns den Begriff «Social Media» erklären?
Vor dem Begriff Social Media war der Begriff «Web 2.0» in aller Munde. Web 2.0 ist keine Softwareversion, sondern die neue Art, das Internet zu nutzen. Man konnte plötzlich selber mitmachen, indem man selber Beiträge verfassen oder solche auch lediglich kommentieren konnte. Das war die Zeit der Blogs, Podcasts und Wikipedia. Mit dem Aufkommen von sozialen Netzwerken wie MySpace und dann etwas später Facebook, wurde der Begriff dieser neuen Art immer mehr mit Social Media oder Social Web bezeichnet. Unter Social Media werden Netzgemeinschaften verstanden, die als Onlineplattformen den gegenseitigen Austausch von Meinungen und Erfahrungen unterstützen. Soziale Netzwerke sind ein Teil von Social Media. Diese unterscheiden sich von den traditionellen Massenmedien darin, dass sie auf Interaktionen und gegenseitigem Austausch beruhen.

     Sind Sie rund um die Uhr mit anderen Personen vernetzt, oder gönnen Sie sich auch Pausen?
Vernetzt bedeutet nicht, dass man ständig online sein muss. Wohl kann man mit dem Handy praktisch flächendeckend verfügbar sein. Aber letztlich entscheidet jedes Individuum selber, wie oft man «on» sein und teilnehmen will. Ich persönlich bin nicht ständig online und schalte auch oft das Handy ganz bewusst aus.

Was bedeutet für Sie persönlich,vernetzt zu sein?
Sagen wir es so: Wenn Sie nicht vernetzt sind, haben Sie bedeutend mehr Mühe, mit Ihrem Umfeld in Kontakt zu bleiben. Sie haben bestimmt selber schon erlebt, einen früheren Kollegen erreichen zu wollen. Wie mühsam war es für Sie, wenn dieser den Arbeitgeber oder den Wohnort gewechselt hat. Dank den sozialen Netzwerken bleiben Sie auch dann verbunden, wenn die E-Mail-Adresse oder andere wichtige Daten Ihrer Bezugspersonen ändern. In XING bin ich derzeit mit rund 2000 Personen vernetzt. Keine Angst, ich kenne nicht alle. Täglich sehe ich in meiner Mailbox, wer gerade Geburtstag hat. Dabei sehe ich auch gleich, wenn jemand seine Stelle gewechselt hat. Zudem schreibe ich persönlich bekannten Personen einen Glückwunsch. Versuchen Sie das mal von Hand! 

Was bedeutet Ihnen heute noch eine persönliche Begegnung?
Auf jeden Fall mehr als ein Kontakt in Sozialen Netzen. Eine persönliche Begegnung ist in der Qualität nicht zu übertreffen. Nur erreiche ich dank Sozialen Netzwerken bedeutend mehr Leute.

Wie sieht aus Ihrer Sicht die Zukunft diesbezüglich aus? Was für neue Technologien und Medien können auf uns zu kommen?
Die Vernetztheit geht mit dem mobilen Web in eine neue Runde. Man hat das Handy oder zumindest den Bildschirm in der Brille integriert. Man begegnet auf der Strasse Leuten oder Dingen und erhält sofort eine Information, um wen es sich handelt und kann dabei Kauftransaktionen auslösen. Die Internetverbindungen werden immer schneller, damit man zunehmend auch Videos oder TV «anywhere and anytime» konsumieren kann. 

Wie weit wird das Internet aus Ihrer Sicht auch in Zukunft unser Leben bestimmen?
Wir neigen dazu, die Wirkung einerTechnologie kurzfristig zu über-schätzen und langfristig zu unterschätzen. Die Entwicklungen
werden sich noch schneller ablösen. Giganten wie Google, Microsoft, Facebook, Apple und Amazon liefern sich heute schon «Schlachten» um neue Technologien, die unser Leben weiterhin beeinflussen. Wer hätte schon vor zehn Jahren gedacht, dass es einmal Smartphones geben wird, mit denen man ausser Kaffee kochen fast alles machen kann? Und – glauben Sie mir – es wird alles noch viel schneller gehen, ob man will oder nicht. On oder off. Dazwischenn gibt es nicht viel. 

Gibt es heute Mittel und Wege, die Enkelkinder über das Internet zu erleben?
Ja natürlich, und zwar sehr viele. Es gibt heute schon viele Grosseltern, die dank Facebook mit ihren Enkeln in Verbindung bleiben, auch dann, wenn diese auf der anderen Seite des Globus leben.Oder vielleicht gerade deswegen?

Konnte man das früher auch so einfach?
Und dann ruft man dank Skype an und sieht seine Liebsten übers Internet und spricht mit ihnen, und das erst noch gratis und mit Bild.

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